19 Jahre sangesfreudig - trinkfest - immerda

Die Geschichte des Fanclub Eislöwen ´97 (97´er)  beginnt, wie sollte es anders sein, im Jahr 1996.

Der junge Eishockeyfan und Hobbyjournalist Kay Birnbaum hatte die Idee, für die Fans der “Dresdner Löwen“, Eishockeyteam des “Eisportclub Dresden” (ESCD), ein Fanzine auf den Markt zu bringen. Auf unterhaltsame Weise wollte er über Heim- und vor allem Auswärtsspiele (bzw. die dazugehörenden Auswärtsfahrten) berichten, über Spieler informieren, Fanclubs vorstellen und Infos vom Fanprojekt verbreiten. Auf jeden Fall wollte er Vereinsunabhängig sein. Als Vorbild diente hierzu der “Eis-Dynamo”, einem Fanzine von Fans für Fans des EHC Eisbären Berlin (ehemals SC Dynamo). Genau wie der “Eis-Dynamo” bekam Kays Heft einen Namen, der sich aus dem Namen des Teams und der Spielfläche zusammen setzt. “Der Eislöwe“!

“Der Eislöwe” erschien erstmals am 22. September 1996 zum Heimspiel des ESC Dresden gegen den ESC Erfurt. Da der Verein etwas knapp bei Kasse war, leistete man sich kein Programmheft. So war “Der Eislöwe” unter Regie vom Kay und unter Mitwirkung von Fanprojekt und freiwilliger Fans für etwa zwei Jahre das Programmheft des ESCD (in der Saison 97/98 übernahm allerdings Thomas W. die Federführung).

Da die Zuschauerränge in der Saison 96/97 recht dünne besetzt waren, kam man schnell mit den umsitzenden Leuten ins Gespräch und bei einem Bierchen nach dem Spiel an “Rolfs Imbiss“, lernte man dann die Menschen kennen, die an einem Samstag Nachmittag nüscht besseres zu tun hatten, als sich ein fünftklassisches Eishockeyspiel anzugucken. Auch die Auswärtsfahrten dienten dem kennenlernen aber auch zum üben diverser Fangesänge.

Wenn man vom Fanprojekt neue Infos oder sich für die Auswärtsfahrten anmelden wollte, oder unter der Woche einfach mal einsam war, ging man Mittwochs mal zum Training. Dort traf man dann jede Woche auf´s neue die Gebrüder Holz, Birnbaum und Herzog, die zwei Striesses, Claudia Schiffer, den Fux und andere Größen der Dresdner Eishockeyfanszene. Nach dem Training ging´s dann auf ne Cola oder ein, zwei Bier ins Casino des benachbarten Heinz-Steyer Stadion.

So ging das eigentlich die gesamte Saison über. Zum Saisonhalali am 8.März 1997 verabschiedete sich der sächsische Vizemeister noch mal mit einem Freundschaftsspiel (gg. Würzburg).

Im Fanzine “Der Eislöwe” beendete Kay B. einen Artikel über die Dresden Devils (Ex-1c-Team des ESCD) mit dem Zusatz `Kay Birnbaum, Vorsitzender Fanclub “Die Eislöwen” ... ´. Dies war also eigentlich die erste urkundliche Erwähnung des “Fanclub Eislöwen”, nur das es den Fanclub da noch nicht gab!

(Anmerkung: Auf alten Fotos von mir, ist der Kay mit einem selbstgemachten T-Shirt zu sehen, welches das Titelblatt des “Eislöwen” ziert. Ich bin mir nicht sicher, ob die Bildunterschrift nicht auch schon den Namen “Fanclub Eislöwen” trägt. Dann wäre die Ersterwähnung des FC Eislöwen bereits Ende 1996)

Im Juni 1997 luden die “Schlesischen Eisberge” Fanclub des ES Weíßwasser zu einem Fantreffen in die schöne Lausitz ein. Über Connections nach Chemnitz, kam Fanprojektchef Mike Willfurth auch an eine Einladung für Dresdner Fans. Zu fünft machten sich Kay, Andreas “Herze” Herzog, Torsten und Thomas “Holze” Holz und ich auf den Weg in das beschauliche, kleine Dörfchen Sproitz. Neben den Gastgebern aus Weißwasser/ Niesky, kamen noch Fanclubs aus Hannover (vom ECH), Berlin (“teuflische Horde” von den Preußen), Ingolstadt (die “treuen Panther” vom ERCI), Chemnitz (“Bärenstark” von der USG) und Crimmitschau. Wir traten als Dresdner Fanclub “Die Eislöwen” auf. Zwischen Party und pennen haben die Gastgeber einen sportlichen Wettkampf gesetzt. Beim Bierkrug stemmen, Bierfass rollen, sich-schnell-um-einen-Pfahl-drehen-und-dann-zum-Bier-rennen und anderen sportlichen Aktivitäten rund ums Thema Bier, belegten die Wettkampfgemeinschaft Dresden/ Ingolstadt einen hervorragenden zweiten Platz, wofür es eine schöne Urkunde gab. Außerdem gab es eine Teilnahmebestätigung sowie ein Gruppenfoto, welches uns als Fanclub ausweist.

Zu den Mittwochs-Trainingseinheiten (die Dresdner Spieler des ESC spielten Fußball auf den DSC-Trainingsgelände), wurde das Fantreffen noch mal ausgewertet und als Erfolg verbucht. Außerdem beschloss man, jetzt offiziell einen Fanclub zu gründen. Der Name war ja schon lange gewählt und genügend Mitglieder gab es auch, so das am Mittwoch, den 10.Juli 1997 der Fanclub Eislöwen beim Mike als Fanprojektleiter angemeldet wurde. Als Gründungsmitglieder waren Kay Birnbaum, Sven Birnbaum, Willi Birnbaum, Torsten Holz, Thomas Holz, Andreas Herzog, Jens Herzog und Sven Berthold eingetragen. Für fünfzig Pfennig wurde dann ein, vom Sven gestalteter Ausweis ausgehändigt, der noch unterschrieben und “eingeschweißt” wurde. Der Gründungsort ist eine hübsche Birke, die zum damaligen Zeitpunkt am Rande der Sportplätze im Ostragehege stand.

Nach der Gründungszeremonie ging es ins DSC-Casino im Steyer-Stadion, wo das ganze noch mit ein, zwei Bier begossen wurde (das mitgebrachte Bier war alle)!

Eine Woche später, nach dem Training wurde auf der Treppe vor der Eishalle ein Vorsitzender gewählt. Einstimmig fiel die Wahl auf Kay (also Kays eine Stimme wählte den Chef mit den Worten: “Also Präsident, schlage ich vor, mach dann mal ich!” J ). Des weiteren, wurde ein Design für eine Fanclubfahne besprochen. Der springende Mufasa, aus dem “König der Löwen” welcher schon unsere Ausweise zierte, kam in die Mitte einer blauen XXm*Xxm großen Fahne, mit dem Schriftzug “ESC Dresden” oben und “Eislöwen” unten.

Als erste gemeinsame Fanclubaktivität ging es zur Saisonvorbereitung der Eisbären zum Lada-Cup nach Berlin. Samstag mit den Holz-Brüdern, dem Herze und mir. Und am Sonntag reiste noch die Familie Birnbaum an. Nachdem der Herze wieder getrocknet war (Insider, Auflösung im langen Teil) wurde ein Gruppenfoto gemacht, das Unwissenden später als Gründungsfoto untergejubelt wurde.

Fazit: Seit unsere Fahne in der Halle hing, wurde der Name “Eislöwen” immer öfter auch in der Presse als Bezeichnung für die Mannschaft der “Dresdner Löwen” verwendet. Im Laufe der Zeit machte der Begriff immer mehr die Runde. Spielten im Februar 1998 noch die “Dresdner Löwen” gegen eine DEL All-Star-Truppe bedankten sich zum Saisonabschluss erstmals die “Dresdner Eislöwen” der Abteilung Eishockey in Vertretung von K.H. Domschke und R. Huschto bei den Dresdner Fans. Diese Bezeichnung hält bis heute an. Und mit ein wenig Fantasie, kann man das heutige Logo der “Dresdner Eislöwen” auch auf unserer alten Fahne, die inzwischen verschwunden ist, erkennen!

Um Verwechslungen auszuschließen, haben wir uns im Laufe der Zeit noch mit dem Jahr der Gründung geschmückt, und uns den Namen Fanclub Eislöwen ´97 oder 97´er verpasst.

Als Mitglieder kamen im Laufe der Zeit noch die Andrea Barth, der Frank “Striesse” Schäfer, der Erik “Fux” Thomas, Torsten “Mütze” Kant, Max “Marx” Herzog, Sven Glauche, Marcel “HM Krause” Jaworowski, Olaf Wieland, Steve Arnold, Yin, Paul Herzog und die Frischlinge Michael “Micha” Wapsas und Stefan “Vaddi" Weihermüller hinzu. Eine Anfrage kam vom Karsten (Hansi) Hansel. Da ihm unsere Mitgliederbefragung aber zu lange dauerte, hat er sich dem Fanclub Freital zugewandt, von dem er heute Chef ist.

Verlassen haben den Fanclub inzwischen die Andrea und der Olaf (haben beide Dresden verlassen), Erik, und Torsten Holz zogen es vor, keine monatliche Mitgliedsspende zu zahlen, Sven G. hatte wohl Zoff mit jemanden und hat sich rar gemacht und Yin hat sich als Ehrenmitglied nie so richtig eingebracht! Torsten “Mütze” Kant ist am 2. Juli 2005 auf tragische Weise verstorben, ist aber selbstverständlich weiterhin als ewiges Ehrenmitglied im Fanclub geführt!

In den letzten Jahren, waren die Eislöwen ´97 immer irgendwie am Fangeschehen der “Dresdener Löwen/ Eislöwen” beteiligt. Im Fanblock wurde die erste Trommelreihe fast komplett von 97´ern gebildet (Sven, Kay, Willi, Max und Paul/ Käse & Babybel als nicht 97´er). Das Trommelintro zum Anfangsbully hat Kay bei den Eisbären geklaut, ein Grossteil der Fangesänge hat der Holze aus anderen Stadien übernommen und für die Dresdner Löwen zurecht getextet, die “Eisdinos” haben ihren Namen dem Herze und ihr Logo dem Sven Birnbaum zu verdanken. Hätten sich einige Weiber nicht verzickt, gäbe es einen “Fanclub Eishexen” die den Namen vom Holze bekamen, der Olaf hat der nichtmehr aktiven “Karpfenmafia” eine Fahne mitfinanziert. Nicht zu vergessen, das Fanzine “Der Eislöwe” (der später als “Kufenschinder” und “Eisbrecher” zwei würdige Nachfolger hatte) und wir als ganzes, die durch ihr regelmäßiges wiederkommen zu einem eigentlichen Pleiteverein, diesem vielleicht das Überleben mit gesichert haben!



In diesem Sinne, ...

Sangesfreudig, trinkfest, immerda

Sven “Bauer” Berthold